Sonntag, 19. Juli, 18:00 Uhr

12. Windecker Sommerabendkonzerte 2015

Kategorie: Grunow Tenor Termine

Swingendes

mit dem Swiss-german Jazz-Project "Jazzin' Fusion"

im Dattenfelder Hof, Biergarten/ Saal

http://www.grunow-tenor.de/sommerabendkonzerte/ 

Dieses vortreffliche Jazz-Project, das zum dritten Mal bei den Windecker Sommerabendkonzerten gastiert, wird von meinem Freund Joachim Tillmanns (Schweiz) zusammengestellt.

Mehr zum Konzert des vergangenen Jahres (Resonanz)

Spannende Entspannung

Aber selbst wenn es ein „Singing in the rain“ geworden wäre, der guten Laune des Publikums hätte es keinen Abbruch getan. Denn die Instrumentalisten und Vokalisten, die sich bei den 11. Windecker Sommerabendkonzerten verbündet hatten, so geschehen am 27. Juli 2014 in Dattenfeld, beeindruckten durch Klangkünste, die man mit spannender Entspannung umschreiben könnte. Entspannend, weil die Musiker ihr Metier beherrschten und mit scheinbarer Mühelosigkeit agierten. Spannend, weil man immer wieder mit Überraschungen konfrontiert wurde. So wartete Paul G. Ulrich, der (Kontra-)Bassist der unter dem Label „Jazzin'Fusion“ auftretenden Band, mehrfach mit Gesangseinlagen auf, etwa mit dem Jazzstandard „I’ve found a new baby“. Zudem imponierte Ulrich, der viele Jahre in der Combo von Paul Kuhn aufgetreten ist, immer wieder durch den Gebrauch des Bogens, der seinem „schweren“ Instrument Leichtigkeit verlieh. Hinter all dem standen seine KollegInnen aber keineswegs zurück. Ihnen ist insgesamt eine von innen kommende Musikalität und handwerkliche Souveränität zu bescheinigen: so dem Posaunisten und Bandleader Joachim Tillmanns und dem Schlagzeuger Michael Bremges (beide aus der Schweiz kommend), so dem Trompeter Marco Kirschbaum, dem Saxofonisten Stefan Aschenbrenner, dem Pianisten Hansmartin Kleine-Horst und dem Gitarristen Wolfgang Scheelen, der durch seine virtuos geblasene Mundharmonika begeisterte.

Der Focus des Auditoriums war gleichwohl nicht zuletzt auf die „Gast-Vokalisten“ von „Jazzin'Fusion“ gerichtet: die vielseitige Hermi Stracke, die „Lullaby of Birdland“ samtig-sanft interpretierte, jenen 1952 entstandenen Oldie, hinter dem sich eine Widmung an den großen Jazzgitarristen Charly Bird verbirgt; und den nicht minder wendigen Hubert Grunow, der den Biergarten des Dattenfelder Hofs mit seiner Version des populären Countrysongs „King of the road“ erfüllte.

Ihnen allen muss der Dank der BesucherInnen gelten! Ein Hinweis darf hier jedoch nicht fehlen: Wer je einmal ein professionelles Konzert organisiert hat, weiß, welch hohes Maß an Logistik, Knowhow und finanziellen Mitteln hinter einem solchen Ereignis steckt. Daher ist den Windecker Sommerabendkonzerten, einer Eigeninitiative Hubert Grunows, alle nur denkbare Unterstützung zu wünschen, sei es von öffentlicher wie privater Seite. Die des Publikums hat er schon … aber auch die treuer Sponsoren.  

Prof. Dr. Matthias Henke, Musikwissenschaftler